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PREISELBEEREN - 越橘
Vaccinium vitis-idaea

Indikationen

Blasenschwäche, immer wiederkehrende Blasenentzündungen, Reizblase, Makuladegeneration, Durchfall, Cholesterin…

Beschreibung

Zusammensetzung :
Kapsel, 100% Vaccinium vitis-idaea fructus

Sammelgut :
Beeren

Die Preiselbeere ist eine Pflanze innerhalb der Gattung der Heidelbeeren. Der Zwergstrauch wird zwischen 10 und 40 cm gross und ist von kompaktem, aufrechtem Wuchs. Seine ovalen, immergrünen Blätter haben eine glänzend dunkelgrüne Färbung und ledrige Struktur. Die Preiselbeere hat viele volkstümliche Namen: Moorbeere, Kronsbeere, Riffelbeere, Grestling. Die sogenannte grossfruchtige Moosbeere, auch „Cranberry“ genannt, wächst in den Moorlandschaften im Norden Amerikas und Kanadas. Cranberries sind wesentlich grösser, als Preiselbeeren. In unseren Breiten wächst die Preiselbeere in Nadelwäldern, auf Sandböden, sandig-steinigen Lehmböden, trockenen Bergheiden und sauren Moorböden bis etwa 2300 Meter Höhe. Die immergrüne Preiselbeere ist empfindlich gegen Frost und stirbt unter -22°C ab. Unter dem Schnee überlebt sie aber tiefere Temperaturen. Die glockenförmigen Einzelblüten hängen in Trauben an den Spitzen der Triebe. Ab Ende August bis Anfang September reifen sie langsam, zunächst sind es weisse, später blutrote Beeren. Die leuchtend roten Beeren schmecken roh sehr sauer und zusammenziehend. Wegen Ihres hohen Pektingehalts gelieren sie leicht und sind hervorragend zur Herstellung von Kompott und Marmeladen geeignet. Dieses wird im Herbst zu Wild serviert. Die Früchte enthalten pro 100 g 72 mg Kalium, 14 mg Kalzium, 6 mg Magnesium und 12 mg Vitamin C; Vit. A, Vit. B1, B2, B3 und Beta-Karotin, vor allem die Wirkstoffe Anthocyanosid, Arbutin, aliphatische Alkohole und Aldehyde, Flavonoide wie Quercetin, Triterpene sowie organische Säuren wie Benzoe- und Syringasäure. Anthocyane verbessern auch das Sehen bei Nacht, denn sie selbst sind ein Baustein des Sehpurpur. Ihr Gehalt an Gerbstoffen wie Tannin und Anthocyanosid schützt vor Nieren- und Harnblaseninfektionen, da sie möglicherweise das Einnisten der Bakterien in der Schleimhaut verhindern. Anthocyanoside sind antioxidativ wirksame aromatische Kohlenwasserstoffe. Auch der Cholesterinspiegel wird positiv beeinfluss und rheumatische Erkrankungen gelindert. Die aktuelle Forschung untersucht diese Zusammenhänge. Die Früchte gelten seit alters als sehr gesund und die regelmässige Einnahme von Preiselbeeren beugt Harnwegsinfektionen vor. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil immer mehr Bakterien antibiotika-restistent sind! Das berichten Forscher der Rutgers University, der University of Michigan sowie der State University of New Jersey in der aktuellen Online-Ausgabe des medizinischen Fachmagazins JAMA. In einer Mitteilung der Rutgers University betonen die Forscher, dass Preiselbeersaft als vorbeugende Massnahme zu verstehen ist. Man kann vorbeugend Preiselbeeren als Saft, Marmelade oder Kompott (einen Teelöffel alle 3 Stunden), oder auch als Preiselbeer-Kapseln einnehmen; wichtig dabei ist, dass sie regelmässig über den Tag verteilt eingenommen werden. Besonders schwangere Frauen, die leicht an Harnwegsinfektionen leiden, können der Preiselbeere vertrauen! Die Beeren fördern die Spülung der problematischen Bakterien von der Blase in den Harn. Diese Wirkung setzt etwa zwei Stunden nach der Einnahme ein und hält bis zu zehn Stunden an. Dies bestätigten auch finnische Studien. Da keine Nebenwirkungen auftreten, ist diese natürliche Art der Vorbeugung besonders auch für Kinder geeignet. Die Säfte der Preiselbeere und der Cranberry erwiesen sich als entzündungshemmend an den Schleimhäuten der Harnwege und des Mundes (Zahnfleisch). Durch die erwähnte Bakterienhemmung verbessern sich Reizblasenbeschwerden, Harninkontinenz, Schleimhautschädigungen und chronische Infekte. Bakterien werden besser und schneller aus der Blase gespült. In weiterer Folge wurde durch Studien nachgewiesen, dass Cranberry die Adhärenz (d.h. Anheftung) von Coli-Bakterien an die Zellwand der ableitenden Harnwege verringert. Gerade diese Keime aus dem eigenen Darm sind es, welche rund 80 % der Harnwegsinfekte ausmachen. Die für diese Wirkung zuständigen Inhaltsstoffe der Preiselbeere werden Proanthocyane genannt. Das sind Substanzen, welche mit den roten und blauen Naturfarbstoffen eng verwandt sind. Diese Stoffe deaktivieren die an der Zellwand der Bakterien befindlichen, zum Anheften dienenden Härchen und verhindern die Vermehrung der Bakterien. Dadurch werden die Keime zwar nicht getötet wie bei einem Antibiotikum, jedoch so weit inaktiviert, dass der natürliche Schutzmechanismus des Ausschwemmens aus der Blase die Oberhand gewinnt. Da die Bakterien durch die Wirkstoffe der Preiselbeere nicht „lebensbedrohlich“ gefährdet werden, bilden sie auch keine Mutationen, die ja bei mehrmaligen Behandlungen mit Antibiotika zu den gefürchteten Resistenzen führen. Genauso wenig tritt eine Beeinträchtigung der gesunden Darmflora auf, wodurch sich Durchfälle und die ungehemmte Vermehrung von Pilzen vermeiden lassen. In den USA genehmigte das National Institute of Health die finanzielle Unterstützung weiterer Forschungen über die Rolle von Preiselbeeren bei der Prävention von Harnwegsinfektionen sowie als Beigabe zu herkömmlichen Antibiotika bei der Behandlung von Infektionen. Zwischen 1992 und 1998 sind in den USA die Fördergelder für die Erforschung von antimikrobiellen Resistenzen um 75 % angehoben worden. Dies spiegelt die weltweite Besorgnis über die dramatische Zunahme an resistenten Bakterien wider. Neben lipidsenkenden, antiinflammatorischen und durchblutungsfördernden Eigenschaften wurde in der Vergangenheit auch über die Verbesserung des Dämmerungssehens durch Heidelbeeren berichtet.

Anwendung

3-6 Kapseln tägl. vor oder mit den Essen
230mg/Kapsel

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