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SILBERWEIDE - 白柳
Salix alba

Indikationen

Rheuma, Muskelschmerzen, Muskelrheuma, Hautgeschwür, Schuppenflechte, Kopfweh, Migräne, Ischias, Arthritis, grippale Infekte, Nervosität, Neuralgien, vorbeugend bei Herzinfarkt, Ödeme ... Kontraindikation: Bei Salycilsäure-Allergien, Magen-Darm-Beschwerden und in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten ...

Beschreibung

Zusammensetzung :
Kapsel, 100% Salix alba cortex

Sammelgut :
Der Rinde

Die Silberweide (Salix alba) ist eine Pflanzenart in der Gattung der Weiden (Salix). Es gibt etwa 300 Weiden-Arten in Europa, vom Strauch bis zum stattlichen Baum. Die Zweige sind wegen ihrer Biegsamkeit bei den Korbflechtern beliebt. Schon Hippokrates beschrieb die Wirkung der Silberweide als schmerzlindernd. Heute weiss man, dass in der zweijährigen Rinde Salicin enthalten ist, das im Körper zu Salicylsäure oxydiert. Salicylsäure ist der Grundstoff von Schmerzmitteln, wie Aspirin, das früher u.a. aus Silberweide gewonnen wurde. 1838 gelang es Professor Piria in Pisa und Turin, Salycilsäure rein herzustellen. Seit 1860 wird sie synthetisch produziert und ist seither aus der Medizin nicht mehr wegzudenken. Zusammen mit anderen Wirkstoffen wie Populin, Gerbstoff, Triandrin, Vimalin und Flavonide ist Silberweide fiebersenkend, antirheumatisch, entzündungs-hemmend, schmerzstillend, harnsäureausscheidend und antibakteriell. Die Silberweide war eine der ersten Pflanzen, die wissenschaftlich untersucht wurde. Sie wurde schon im antiken Griechenland bei Rheuma, Arthritis, Fieber und allgemeine Schmerzen eingesetzt. Sie lindert Neuralgien, Kopfschmerzen und Kolliken. Obige Indikationen könnten also noch erweitert werden. Bei Migräne kombiniert man am es besten mit Mutterkraut, im Wechsel mit Mädesüss.

Ein wenig Geschichte: 1827 isolierte Leroux, ein französischer Apotheker, aus der Rinde einer Weidenart, lat. Salix purpurea, Salicin, das mit der Salicilsäure der Wiesenkönigin verwandt ist. Im 19.Jahrhundert wurde in der Folge aus verschiedenen Pflanzen Salicilsäure gewonnen und gegen Krankheiten wie Neuralgien, Ischias, allgemeine Schmerzen und gegen Krankheiten des rheumatischen Formenkreises eingesetzt. Bei Überdosierungen dieses extrahierten Wirkstoffes stellte man aber Irritationen im Verdauungstrakt fest. "Bayer" lancierte im Jahre 1889 ein grosse Werbekampagnie für ein Medikament unter dem Namen Aspirin (A - wie acetil, spirin – wie spirea). Am 10. Oktober 1897 wurde erstmals im Auftrag von "Bayer" Acetil-Salicilsäure synthetisch hergestellt. Jetzt konnte das Medikament den Siegeszug um die Welt antreten ...

Anwendung

3-9 Kapseln tägl. mit viel Wasser
200 mg/Kapsel

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