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KAWA KAWA
Piper methysticum

Indikationen

Stress, Depressionen, Schlafstörungen...

Beschreibung

Zusammensetzung :
Kapsel*, 100% Piper methysticum rhizoma

Sammelgut :
Kleinen Wurzelenden

Kava (Piper methysticum), auch Kawa-Kawa oder Rauschpfeffer genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae). In den vergangenen Jahren wurde viel über diese Pfefferart viel geschrieben. Der Weltumsegler und Entdecker James Cook hat die Wirkung der Pflanze bei den Polynesiern genau beobachtet und beschrieben. Die Pfeffergewächse faszinieren den Menschen schon seit langem. So importierten die alten Griechen und Römer die Frucht des Pfefferstrauches (Piper nigrum) aus Indien. Je nach Reifegrad ist die Frucht grün, weiss oder schwarz. Cayenne hingegen, wie bereits früher beschrieben, gehört nicht in diese Pflanzengattung, ebenso der rosa-farbene Pfeffer, der die Frucht des tropischen Betelnussbaumes ist. Kawa-Kawa wird bis zu 3 m hoch, ist leicht verzweigt und hat grosse, runde, herzförmige Blätter mit einem Durchmesser von bis zu 20 cm. Die Pflanze bildet zwar Blüten, vermehrt sich aber ausschliesslich vegetativ, oder durch künstlichen Anbau. Der Strauch bildet kräftige Wurzeln, die von den Einwohnern der Pazifikinseln zu einem berauschenden Getränk verarbeitet werden. Traditionsgemäss wird die Wurzel mit heissem Wasser aufgegossen oder gekaut und mit dem Speichel wieder in ein Gefäss ausgespuckt, gefiltert und an alle Gäste verteilt. Trinkt der Konsument etwa 2 dl dieses Getränkes, löst es bei ihm ein Wohlgefühl aus. Wird mehr getrunken, fällt man in einen sehr erholsamen Schlaf. Zu hohe Mengen können die Person erregen oder auch Agressionen auslösen. Dies erzeugen Wirkstoffe wie Kawain, Kawalaktone, Methysticin, Jangonin, Dihydrokawain und Dihydromethysticin. Sie besitzen neurosedative, muskelrelaxierende, krampflösende, entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung. Es werden ihnen auch stimmungsaufhellende und aphrodisische Eigenschaften nachgesagt. Die genaue Wirkungsweise der Kawalaktone konnte noch nicht vollständig geklärt werden. Toxikologische Studien zeigen aber, dass Kawa-Kawa keine Nebenwirkungen hat, jedoch mit Mass bis zu drei Monaten, als Alternative zu Antidepressiva, eingenommen werden kann. Es verstärkt den Effekt von Narkosemitteln und sollte fünf Tage vor einer Operation abgesetzt werden. Bei neuen Untersuchungen des Extraktes wurde festgestellt, dass das Extraktionsverfahren die Inhaltsstoffe so verändert hat, dass in einigen Fällen Leberschäden hervor gerufen wurden. Bei naturbelassenen Wurzeln ist dies noch nie aufgetreten.

Am 14. Juni 2002 widerrief das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Zulassung für Kava-Kava- und Kavain-haltige Arzneimittel. Es reagierte damit auf 40 dokumentierte Fälle von schwerwiegenden Leberschädigungen – darunter sechs Fälle mit fulminantem Leberversagen mit Erfordernis einer Transplantation und drei Fälle mit tödlichem Verlauf –, bei denen die Einnahme von Kava-Präparaten vorlag. Nach einem Widerspruch der Hersteller wurde vom BfArM am 12. Mai 2005 als minderschwere Maßnahme das befristete Ruhen der Zulassung angeordnet, wodurch den Unternehmen die Möglichkeit gegeben werden sollte, durch geeignete Studien die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Kava-Präparate nachzuweisen. Es gelang den Unternehmen jedoch nicht, die Unbedenklichkeit in geeigneten Tierversuchen hinreichend nachzuweisen, was eine Voraussetzung für die Genehmigung und Durchführung klinischer Studien gewesen wäre. So konnte auch keine neue Nutzen-Risiken-Bewertung vorgenommen werden. Deshalb hat das BfArM am 21. Dezember 2007 die Zulassung erneut widerrufen. Davon sind nicht nur Fertigarzneimittel, sondern auch Einzelzubereitungen und der Verkauf der Arzneidroge betroffen. Ausgenommen sind lediglich homöopathische Zubereitungen mit einer Endkonzentration geringer als D4. Arzneimittelbehörden anderer Länder, darunter die Swissmedic und die britische MHRA, kamen zur gleichen Bewertung.

Wie wird Kava auf den Fidji-Inseln gebraucht? Als Freundschaftstrank.

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Anwendung

3-6 Kapseln tägl. mit viel Wasser
230 mg/Kapsel

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