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JOHANNISKRAUT - 貫葉連翹
Hypericum perforatum

Indikationen

Stoffwechselstörungen, Sauerstoffarmut, neurotische Depressionen, nervöse Erschöpfung, Wechseljahre, Bettnässen, Rheuma, Gicht ...

Beschreibung

Zusammensetzung :
Kapsel, 100% Hypericum perforatum flos/fol.

Sammelgut :
Blüten und Blätter

Der Name Johanniskraut ist von deren Blütezeit „Zu Johanni“ abgeleitet, dem Tag der Sommerson-nenwende. Es ist eine schöne, goldgelb blühende Pflanze, die sonnige Hänge und trockene Wiesen bevorzugt. Die Blätter sehen wie perforiert aus, daher der Name perforatum. Hält man die Blätter gegen das Licht, sieht man eine ganze Anzahl kleiner, durchsichtiger Punkte. Bei uns sind etwa 12 verschiedene Johanniskraut-Arten bekannt, weltweit zählt man etwa deren 300. Das echte Johanniskraut wurde schon im Altertum gegen viele Krankheiten eingesetzt. Heute weiss man, dass viele Krankheiten aus der Psyche kommen und gerade deshalb wird Johanniskraut gegen obige Indikationen so erfolgreich eingesetzt. Es ist aber auch wundheilend, schmerzstillend, beruhigend, nervenstärkend, energiespen-dend, krampflösend, blutreinigend und bluterfrischend. Dies bewirken u.a. Inhaltsstoffe wie Chlorogensäure, Luteolin, Hyperosid, Hyperforin, Hypericin, ätherische Öle und Aminosaären. Viele Frauen fühlen sich während der Wechseljahre abgespannt und müde. Johanniskraut hilft, das innere Gleichgewicht wieder zu finden, ist stimmungsaufhellend und die psychosomatischen Probleme werden gelindert. Johanniskraut kann also bei psychovegetativen Störungen ohne organische Ursache und nervöser Unruhe eingesetzt werden. Neue klinische Studien zeigen sogar, dass Johanniskraut den herkömmlichen, synthetischen Antidepressiva ebenbürtig ist. Durch diese Studien hat Johanniskraut heute einen berechtigten Platz in der Pflanzenheilkunde. Es wurde nachgewiesen, dass die natürlichen Wirkstoffe (u.a. Hyperforin) die Aufnahme der Botenstoffe erhöht, die durch eine Wiederaufnahmehemmung der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin, die Konzentration an den Synapsen hemmt, was die Syapsen im Hirn positiv beeinflusst und für inneren Ausgleich sorgt. Quercetin wirkt ausserdem wie ein natürliches Antihistaminikum. Vergleicht man die Wirkung des Johanniskrauts mit synthetischen Antidepressiva, ist das Johanniskraut vorzuziehen.

VORSICHT bei Lichtempfindlichkeit. Johanniskraut kann eine Photosensibilisierung der Haut bewirken, besonders bei hellhäutigen Personen. Bei einer Johanniskraut-Kur sollte man mit Sonne und Solarium vorsichtig umgehen. Fünf Tage vor einer Operation absetzen, da vereinzelt Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten beobachtet wurden. Ebenfalls Vorsicht ist bei dem Herzmittel Digoxin und bei Blutverdünnungsarzneien des Cumarintyps geboten. Auch wird behauptet, dass bei gleichzeitiger Einnahme der Antibabypille „Minulet“ Zwischenblutungen aufgetreten sind.

Anwendung

2-6 Kapseln tägl. mit viel Wasser
210 mg/Kapsel

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