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GRIFFONIA - 5-HTP
Griffonia simplicifolia

Indikationen

Serotoninmangel, Angstzustände, Verstimmungen, Depressionen, Migräneschmerzen, Schlafstörungen, Panikzustände, Agressionen ...

Beschreibung

Zusammensetzung :
Kapsel*, 50% Griffonia simplicifolia semen mit 62,5% 5HTP + 50% Bohnenschoten - 500 mg

Sammelgut :
Afrikanische Schwarzbohne

Griffonia simplicifolia, die Schwarzbohne, ist im tropischen Afrika heimisch. Sie enthält nennenswerte Mengen (bis 20%) an 5-Hydroxytryptophan (5-HTP). 5-HTP ist ein Metabolit der Aminosäure Tryptophan und eine direkte Vorstufe des hemmenden Neurotransmitters Serotonin. Tryptophan ist eine essentielle, vom Körper nicht selbst produzierbare Aminosäure. In der Leber und den Gehirnzellen wird in der Jugend und unter optimaler Voraussetzung aus der Aminosäure Tryptophan durch das Enzym Tryptophan-Hydrolase das überaus wichtige 5-Hydro-xytryptophan (5-HTP) gebildet. Dieser Prozess ist bei vielen Menschen, insbesondere im zunehmenden Alter oder bei Stress, stark eingeschränkt. Daher sollte diesen Menschen 5-HTP zugeführt werden. Aus dem zugeführten 5-HTP wird dann, aber nur in den Gehirnzellen, 5-Hydroxytryptamin (5-HT) bzw. Serotonin gebildet. Man findet natürliches 5-HTP in bedeutenden Mengen im Samen der afrikanischen Pflanze Griffonia simplicifolia, aber auch in Bananen und Schokolade. Serotoninmangel fördert die Lust auf Schokolade. Mit der Einnahme von Griffonia kann dieser Lust Einhalt geboten werden, denn biochemische Kettenreaktionen beim Syntheseprozess dieser Aminosäure führen zur Ausschüttung von Glücksbotenstoffen wie Serotonin. Ein niedriger Serotonin-Spiegel bei übergewichtigen Patienten ist mit Heisshunger auf Kohlenhydrate und entsprechenden Essanfällen verbunden. In drei Studien zur Wirkung von 5-HTP bei Patienten mit Übergewicht führte die Prüfmedikation zu einer verringerten Nahrungsaufnahme mit daraus resultierender Gewichtsreduktion. Ein Mangel an Serotonin kann Depressionen, Angstzustände und Aggressivität auslösen. Serotonin spielt ausserdem eine wichtige Rolle beim Schlafrhythmus, Appetit, Gedächtnis und bei der Lernfähigkeit, der Schmerzkontrolle, bei Entzündungs-reaktionen und der Darmbewegung. Auch Stress, Suchtverhalten, Übergewicht, Migräneattacken, das prämenstruelle Syndrom und Suizidgedanken sind häufig mit niedrigen Serotoninspiegeln verbunden.

Im Herzkreislaufsystem beeinflusst Serotonin die Kontraktion der Arterien und hilft bei der Blutdruckkontrolle. In der Skelettmuskulatur erweitert Serotonin die Gefässe, wodurch die Durchblutung gesteigert wird. Eine weitere Erkrankung, die mit Serotoninmangel einhergeht, ist Fibromyalgie, ein komplexes Syndrom, das durch heftige Muskelschmerzen, Müdigkeit, Fieber, Schlaflosigkeit, Reizdarmsymptome und geschwollene Lymphknoten gekennzeichnet ist. Bei Fibromyalgiepatienten wurden erniedrigte Serotonin-Spiegel gemessen. Die Ursache ist unbekannt, am häufigsten sind Frauen betroffen. Viele Medikamente, wie Appetitzügler, Cholesterinsenker und auch bestimmte Diäten, hemmen die Serotoninbildung und können ebenfalls Auslöser für Serotoninmangel-erscheinungen sein. Griffonia kann in all diesen Fällen hilfreich sein, denn Studien zeigten, dass die Zufuhr von 5-HTP, der Vorläufersubstanz von Serotonin den Serotoninspiegel deutlich anhebt. Leider ist 5-HTP in der heutigen typischen, eher einseitigen westlichen Ernährung nicht in genügendem Ausmass enthalten. Auch die Zufuhr von Nahrungsmitteln, die Tryptophan enthalten, steigert den Serotoninspiegel nicht wesentlich. Die Zufuhr von Serotonin selbst ist nicht möglich, da es abgebaut wird bevor es seine Wirkung entfalten kann. Da 5-HTP nicht patentierbar ist, ist das Interesse der Pharmafirmen an einer kommerziellen Vermarktung naturgemäss eher gering. In einigen aktuellen klinischen Studien wurde bewiesen, dass 5-HTP wirkungsvoller oder ebenso wirkungsvoll ist wie bekannte Medikamente zur Behandlung depressiver und ängstlicher Patienten. Im Rahmen einer norwegischen Studie wurde bewiesen, dass 5-HTP den Schlaf verbessert. In zwei weiteren Studien (Spanien und Italien) konnte die Wirksamkeit bei Migräne nachgewiesen werden.

Griffonia sollte nicht zusammen mit Psychopharmaka (MAO-Hemmstoffe) wie Marplan, Parkinson-Medikamenten wie Cinemet, Eldepryl oder SSRI- Medikamenten wie Zibralex und ähnlichen eingenommen werden, auch nicht von Schwangeren und Frauen, die eine Schwangerschaft planen. Dies, weil noch keine Studien diesbezüglich gemacht wurden.

Nebenwirkungen sind z.Z. keine bekannt. Doch bei Menschen, die bereits Psychopharmaka eingenommen haben, sollte die Einnahme mit ihrem Arzt abgesprochen werden. In Einzelfällen kann bei Beginn einer Behandlung leichte Übelkeit auftreten.

Anwendung

Akute Anwendung: 3x täglich 2 Kapseln
Langzeit-Anwendung: 2x täglich 1 Kapsel

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