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MEERRETTICH - 辣根
Armoracia rusticana

Indikationen

Infektionen (natürliches Antibiotika) Bronchitis , Blasen- und Nierenentzündungen, Grippe (Influenza), grippale Infekte, Husten, Rheuma, Verdauungsbeschwerden, humanpathogene Pilze, Magen-Darm-Störungen …

Beschreibung

Zusammensetzung :
100% Armoracia rusticana radix

Sammelgut :
Wurzel

Meerrettich (Armoracia rusticana) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). In Bayern nennt man ihn Kren und im alemannischen Sprachraum heisst er Meerettig oder Beisswurzel, weil er beim Essen in der Nase beisst und brennt. Die Wurzel der Meerrettichpflanze wird als Gemüse, Gewürz oder in der Pflanzenheilkunde verwendet. Ursprünglich stammt der Meerrettich aus Südeuropa und wird in Pflanzenbüchern des alten Griechenland schon vor 3000 Jahren erwähnt. Bei uns ist diese Pflanze winterhart und hält Temperaturen bis -50°C aus. Das grüne Kraut stirbt im Herbst ab und eine senkrechte Pfahlwurzel, die eine Länge von 30 bis 40 cm und einen Durchmesser von 4 bis 6 cm, erreicht überwintert im Boden. Die frische Wurzel finden Sie in vielen Gemüseregalen in den Verkaufsläden. Im Mittelalter wurde Meerrettich gegen viele Krankheiten eingesetzt. In der Schulmedizin spielte die Meerrettichwurzel bis vor kurzem keine grosse Rolle. Während meiner Zeit bei Dr. hc. Alfred Vogel schwärmte er von den entzündungshemmenden Eigenschaften und empfahl mir, eine Tinktur mit frischem Meerrettichextrakt immer vorrätig zu haben oder geraffelten, frischen Meerrettich in Öl einzulegen. Ein weiterer Tipp: vermischen Sie geraffelten Meerrettich mit der gleichen Menge Honig und essen Sie jeden Tag ein wenig davon. Dies ist einfach herzustellen. Wenn Sie grosse Mengen frischen Meerrettich zu sich nehmen, kann dies leichte Magen-, Darm- und Nierenreizungen verursachen und zu blutigem Durchfall und Erbrechen führen; Sie sollten dann die Dosis reduzieren. Frischer roh gerieberer Meerrettich kann im Mund und Nase brennen, ansonsten hat Meerrettich keine Nebenwirkungen. Wenn Sie Meerrettich als Pakung 5-10 Minuten auf die Brust legen, lindert er asthmatische Beschwerden; er kann jedoch die Haut reizen und Rötungen verursachen. Die Tinktur eignet sich auch zum Einreiben gegen Gicht- und Rheumaschmerzen. Geerntet wird der Meerrettich ab September bis Februar.

Neuerdings sind antibiotische Wirkstoffe im Meerrettich nachgewiesen worden und da die handelsüblichen Antibiotika immer weniger Wirkung zeigen, greifen naturheilkundliche Ärzte jetzt vermehrt auf den Meerrettich zurück, denn sie erkannten die antibiotische, hustenstillende, blutkreislaufanregende und die krebsvorbeu-gende Wirkung.

Die Meerrettichwurzel enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe, unter anderem Senfölglykoside (Glycosinolate), die sie zum eigenen Schutz bildet. Senfölglykosid ist gegen bakterielle Krankheitserreger sehr hilfreich und hat eine starke antibakterielle Wirkung. Eine Studie des Freiburger Universitätsklinikum hat dies nachweisen können. Gemäss einer anderen Studie von Prof. Stephan Pleschka vom Institut für Medizinische Virologie der Universität Giessen, wird die Vermehrung des Influenzavirus durch Senföle aus Meerrettich um ca. 90 Prozent gehemmt. Auch wurden Streptokokken- und Staphylokokken-Infektionen gelindert und deren Toxine neutralisiert, wie bei Untersuchungen am Hygieneinstitut Giessen bereits 1963 festgestellt wurde. Die Senföle des Meerrettichs reichern sich im Körper vorwiegend in Harnblase und Lunge an, daher sind sie speziell bei bakteriellen Atemwegs- und Harnwegsinfektionen eine wirksame und gut verträgliche Alternative zu den üblichen Antibiotika. Im Jahr 2006 wurde durch eine Studie an über 850 Kindern und Jugendlichen aufgezeigt, dass Meerrettich einem handelsüblichen Antibiotika ebenbürtig ist; ausserdem wurde Meerrettich deutlich besser vertragen als die konventionellen Antibiotika. Wichtig dabei: Es entwickeln sich keinerlei Resistenzen gegen die Wirkstoffe aus dem Meerrettich. Auch wirken sie bei akuter Sinusitis, Nasenneben-höhlenentzündung, Katarrhen der Luftwege, akuter Bronchitis und akuter Blasenentzündung ebenso gut wie Antibiotika, jedoch ohne Nebenwirkungen. Sie enthalten nenneswerte Mengen an Natrium, Kalium, Kalzium und Phosphor, Vitamin C sowie das Peroxidase - Enzym. Dieses Enzym hilft dem Körper, sich von Giftstoffen zu befreien.

Kontraindikation: Meerrettich eignet sich nicht für Patienten mit Magen- oder Darmgeschwüren sowie Schilddrüsenfehlfunktionen.

Raffeln Sie den ganzen Winter immer ein wenig Meerrettich in den Salat, und Sie sind weniger erkältet! Ideal auch in Verbindung mit Kapuzinerkresse.

Anwendung

Siehe oben im Text oder
3-6 Kapseln täglich mit viel Wasser

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