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AA - DIE SCHWERMETALLE

Allgemeines:

Diese toxischen Spurenelemente sind heute eine durchaus ernstzunehmende Gesundheitsgefährdung. Die Luft die wir einatmen, das Wasser das wir trinken und die Nahrungsmittel die wir tagtäglich zu uns nehmen, enthalten heute weitaus höhere Schwermetallwerte als je zuvor. Selbstangebaute Gemüse und Früchte sind biologisch gesehen nicht mehr das, was sie zur Zeit von Dr. Max Bircher-Benner waren. Züchtet der wohlmeinende Bürger sein Gemüse in einem nahe der Hauptstrasse gelegenen Schrebergärtchen, wird der Bleigehalt dieser mühselig gezogene Nahrungsmittel erheblich sein. Werden außerdem noch reichlich Kunstdünger, Insektizide und dergleichen verwendet, kann der Schwermetallgehalt dieser Produkte als bedenklich gelten und zu einer Schwermetall-Überbelastung führen oder beitragen.

Die verstärkte Umweltbelastung, der wir heute in zunehmendem Masse ausgesetzt sind, ist nachweisbar gesundheitsschädigend. Wieweit der Einzelne gefährdet ist, liegt nicht zuletzt an der Fähigkeit des Körpers, Giftstoffe abzuwehren.

Ein gesunder Mineralienhaushalt unterstützt die Gesamt-Abwehrfähigkeit des menschlichen Organismus gegenüber diesen Giftstoffen. Liegt jedoch ein gestörter Mineralienhaushalt vor, ist die Aufnahmefähigkeit des Körpers gegenüber Giftstoffen wesentlich erhöht. Amerikanische Forschungsarbeiten zeigen z. B., daß ein Kalzium- und Magnesiummangel (festgestellt anhand der Haar-Mineral-Analyse) die Schwermetall-Aufnahmefähigkeit des Körpers unterstützt. Das Gleiche gilt für erhöhte Natriumwerte des Haares. Wenn also niedrige Gewebe-Kalziumwerte vorliegen, wird Blei oder Kadmium leichter vom Körper aufgenommen.

Das bedeutet, daß die Aufnahmebereitschaft des Körpers gegenüber toxischen Spurenelementen (wie Aluminium, Blei, Kadmium, Nickel und Quecksilber) durch einen ausgeglichenen Mineralienhaushalt verringert, ja sogar unterbunden werden kann. Außerdem ist bekannt, daß jedes Element einen oder mehrere Gegenspieler hat und mit diesem mehr oder weniger um einen Platz in der „Zelle“ kämpft.

Untersucht man z. B. die Haare einer Familie von Rauchern, kann man feststellen, daß nicht jedes Familienmitglied unter einer Schwermetall-Überbelastung (wie Nickel oder Kadmium) leidet. Zwar ist jedes Mitglied den gleichen Giftstoffen ausgesetzt, doch aus der Haar-Mineral-Analyse kann man ersehen, daß die körperliche Aufnahmebereitschaft gegenüber diesen Schwermetallen wesentlich verschieden ist.

Vergleicht man den Gesamt-Mineralienhaushalt aller Familienmitglieder, wird man wahrnehmen, daß die Schwermetallwerte immer von einem unausgeglichenen Mineralienhaushalt begleitet sind, d.h. ein unausgeglichener Mineralienhaushalt begünstigt eine Schwermetall-Überbelastung. So ist bewiesen, daß niedrige Haar-Kalziumwerte eine Schwermetall-Ablagerung in den Geweben begünstigen. Dies gilt insbesondere für die toxischen Spurenelemente Aluminium, Kadmium und Blei. Liegt ein Selenmangel vor, ist die Aufnahmefähigkeit des Körpers gegenüber Quecksilber erhöht. Werden vorliegende Mangelerscheinungen entsprechend ausgeglichen, verringert sich eine Schwermetall-Überbelastung dementsprechend und der Gesamt-Mineralienhaushalt kann auf natürliche Weise ausgeglichen werden.

Hier muß darauf hingewiesen werden, daß eine Schwermetall-Überbelastung noch lange keine Schwermetall-Vergiftung ist. Eine solche liegt dann vor, wenn bereits akute Symptome einer Vergiftung vorliegen und eine Serumuntersuchung entsprechend hohe Schwermetallwerte aufweist.

Die Haar-Mineral-Analyse zeigt Schwermetall-Überbelastungen lange bevor Serumuntersuchungen positiv ausfallen. Akute Vergiftungserscheinungen liegen also noch nicht vor. Werden anhand der Haar-Mineral-Analyse erhöhte Schwermetallwerte verzeichnet, können zwar Krankheitssymptome vorhanden sein, doch sind diese, je nach Stand der Überbelastung, oft subklinischer Natur und werden deshalb kaum als solche erkannt. Wird jedoch eine gezielte Behandlung rechtzeitig eingesetzt, werden akute Vergiftungserscheinungen frühzeitig genug abgefangen. Gewebeuntersuchungen der Leber, Nieren, Knochen und des Gehirns etc. sind schwierig, kostspielig, für den Patienten nicht ungefährlich und können verständlicherweise nicht routinemässig durchgeführt werden. Das britische medizinische Journal Lancert (Laker M. On Determining Trace Element Levels in Man: The Uses of Blood and Hair, July 31, 1982) bestätigt, daß die Haar-Mineral-Analyse ein einfacher, jedoch ausgezeichneter und zuverlässiger Test zur Feststellung von Spurenelementkonzentrationen ist.

Nachdem sich die Struktur des Haares nicht verändert, sind vorhandene Spurenelementwerte fixiert, d.h., vorhandene Werte sind unveränderlich und keinen Schwankungen unterworfen, ob ein Haarmuster heute oder in einigen Jahren getestet wird. Der Vorteil der Haar-Mineral-Analyse besteht darin, daß sie Störungen des Mineralienhaushaltes, sowie eine drohende Schwermetall-Überbelastung und -Vergiftung, frühzeitig erkennt. Wird dann anhand der Analyse eine gezielte Mineralientherapie eingesetzt, können Gesundheitsschädigungen, die durch akute Vergiftungserscheinungen auftreten würden, vorzeitig abgefangen werden. Liegt eine Schwermetall-Überbelastung vor, müssen alle möglichen Schwermetallquellen vermieden werden. Entsprechende diätetische Maßnahmen sind notwendig (siehe jeweilige Schwermetalltherapie).

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